Geschichte des Bergsteigens

Schon in der Frühzeit wurden Berge bezwungen

Was früher den Erkundungsdrang und Entdeckergeist der Menschheit stillte, dient heute fast ausschließlich als sportliche Herausforderung: das Bergsteigen. Seine Wurzeln reichen weit zurück, noch bis in das Zeitalter vor Christus. Als eine Art Vorreiter im Bergsteigen wird in der Geschichte Hannibal angesehen, der mit seiner Armee bestückt mit Soldaten und Elefanten im Rahmen des zweiten Punische Krieges 218 vor Christus die Alpen überquerte. Die ersten Touren, die den Weg in die Literatur Unterlagen fanden, fanden im 13. und 14. Jahrhundert statt.

Bergsteigen wurde Anfang des 19. Jahrhunderts zum Sport

Anfangs war es das Ziel noch unentdeckte Gebiete zu erkunden und sich vom Berg inspirieren zu lassen. So gab Francesco Petrarca, der 1336 den Mont Ventoux bestieg, an, den Gipfel nur aus eigener Begierde erklommen zu haben. Erst viele Jahrhunderte später entwickelte sich der Bergsport zu einer Art Wettlauf um Ruhm und Ehre. Diese Wettläufe brachten nicht nur zahlreiche berühmte Persönlichkeiten hervor, sondern forderten mit steigenden Schwierigkeitsgraden und den anwachsenden Zielen auch immer mehr Opfer.

Der Sport entwickelt sich immer mehr zum Wettlauf nach Rekorde

Zu den wohl bekanntesten Bergsteigern zählt unter anderem der aus Südtirol stammende Reinhold Messner. Als erster Mensch bestieg er die vierzehn Achttausender ohne die Hilfe von Sauerstoffgeräten.Dieses Kunststück gelang Messner 1986 und erst ein Jahr später zog dann Jerzy Kukuczka mit ihm gleich. Doch das ist nicht der einzige Rekord, den es unter den Bergsteigern gibt. Erik Weihenmayer Beispielsweise bestieg im Jahr 2001 als erster Blinder den Mount Everest. Da mit der Zeit aber alle Berge erklommen wurden, geht es in der heutigen Zeit beim Bergsteigen nur noch um Geschwindigkeit, darum, möglichst schnell die Gipfel zu stürmen und besteigen. Dieses wird auch durch die besser Bergsteigerausrüstung und gute Outdoorbekleidung möglich.  Durch die immer bessere Ausrüstung gibt es eine große Gewichtsreduzierung, die eine höhere Leistungsfähigkeit der Bergsteiger ermöglichte. So bestieg zum Beispiel Christian Stangl im Jahr 2005 gleich zehn Berge der Sechstausender-Marke binnen nur einer Woche. Einen Eintrag im Guinness Buch der Weltrekorde sicherte sich Karl Unterkircher, der ein Jahr zuvor innerhalb von 63 Tagen die zwei größten Achttausender bestieg.

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